Rechtes Gedankengut ist seit Jahren weltweit wieder auf dem Vormarsch. In Deutschland ziehen stramm Rechtskonservative in Länderparlamente ein und sitzen als drittstärkste Fraktion im 19. Deutschen Bundestag. Braune Stammtischparolen sind offensichtlich wieder salonfähig und "das wird man doch wohl mal sagen dürfen". Mit Worten wird gezündelt. Doch sie sind nur der Nährboden. Aus Worten folgen Taten wie brennende Flüchtlingsheime, Ausländer hetzender Mob und rechtsmotivierter Terrorismus. Umso mehr heißt es, Stellung zu beziehen, eine Erinnerungskultur hochzuhalten und am Beispiel der eigenen Geschichte zu mahnen. Fragend fordert obige Grafik dazu auf, Stellung zu beziehen: ... für die Symbolik der Nationalsozialisten und der Verbrechen, die unter ihrer Herrschaft im Namen Deutschlands begangen wurden, ... oder für eine vielfältige, offene, bunte Gesellschaft und Kultur im Sinne von Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit.

Während in anderen Werken versucht wurde, Texte und literarische Werke in Form abstrakter Kunst zu visualisieren (Goethes Faust, Schillers Bürgschaft, Brailled Erlkönig, Ich armer Tor, Ich bin der Geist, Lass dich nicht erfassen, Faust malt Kandinsky), wurde für obiges Werk ein anderer Ansatz gewählt. Die beiden graphische Symbole, das Hakenkreuz des dritten Reiches und das Herz als Symbol der (Nächsten-)Liebe, werden unmittelbar durch Wörter gebildet, die für eben diese Symbole stehen.

Zurück